Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator | Abbott Neuromodulation
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NEUROMODULATION
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DAUERHAFTE SCHMERZLINDERUNG MIT UNSEREM BISHER KLEINSTEN SYSTEM

Der Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator bietet wirksame Schmerzlinderung durch Rückenmarkstimulation (SCS) mit dem kleinsten implantierbaren Impulsgenerator (IPG) von Abbott. Es ist klein, diskret und mit der proprietären BurstDR™ Stimulation von Abbott erhältlich, einer neuen Technologie mit einer klinisch nachgewiesenen überlegenen Schmerzlinderung im Vergleich zur herkömmlichen Neurostimulation.1

Dieses Gerät ist in ausgewählten internationalen Märkten kommerziell erhältlich.

Der Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator wurde für eine dauerhafte Schmerzlinderung mittels eines kompakten und aufladbaren implantierbaren Impulsgenerators (IPG) entwickelt.

EIN KOMPAKTES, ANWENDERFREUNDLICHES SYSTEM

Der Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator besteht aus nur drei Komponenten:

Neurostimulator-Symbol

Der kompakte implantierbare Impulsgenerator (IPG).

Elektroden-Symbol

Die Elektroden sind dünne Drähte, die die elektrischen Impulse vom Generator an die Nerven entlang des Rückenmarks weitergeben, die für Ihre Schmerzen verantwortlich sind.

Symbol für Patienten-Bediengerät

Das Bediengerät für Patienten ist ein handliches Gerät, mit der Sie die Stimulationsstärke regulieren oder die Stimulation auch ganz ausschalten können.

Symbol für Ladegerät

Das Ladegerät ist ein handliches Gerät, mit dem Sie Ihre IPG-Batterie bei Bedarf aufladen können.

MRT-Symbol

Bedingt MR-sicher: Unsere jüngsten Neurostimulationssysteme gestatten die Durchführung von Untersuchungen mit einem breiten Spektrum bildgebender diagnostischer Verfahren, einschließlich MRT-Scans.**Mehr über bedingt MR-sichere Geräte erfahren >

Zwar verhilft die Neurostimulation den meisten Patienten zu einer deutlichen Schmerzlinderung, doch sprechen nicht alle Patienten gleichermaßen darauf an. Die Ergebnisse sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Im Zusammenhang mit der chirurgischen Implantation und dem Gebrauch des Neurostimulationssystems kann es zu Komplikationen kommen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über Risiken und Nutzen der Neurostimulation.

Der Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator besteht aus einem implantierbaren Impulsgenerator (IPG) und dünnen Drähten, den sogenannten Elektroden. Ist Ihr IPG eingeschaltet, sendet der Generator schwache elektrische Impulse über die Elektroden in Ihrem Körper direkt an die Nerven entlang des Rückenmarks, um die Schmerzwahrnehmnung Ihres Körpers zu reduzieren.

Symbol für Patienten-Bediengerät des Neurostimulators

ERFAHREN SIE, WIE BURSTDR™ FUNKTIONIERT

Dauer: 04:03

ÜBER DIE BURSTDR™ STIMULATION

Die BurstDR™ Stimulation ist eine einzigartige Art der Neurostimulation, die eine Veränderung der Schmerzsignale bewirkt, bevor diese Ihr Gehirn erreichen. Die Impulse verändern die Schmerzwahrnehmung Ihres Körpers und verschaffen Ihnen damit potenziell eine Linderung der körperlichen Schmerzen sowie des mit den Schmerzen einhergehenden Leidensdrucks.1

Wenn Sie in der Vergangenheit ohne Erfolg die herkömmliche Neurostimulation ausprobiert haben oder bei Ihnen unzumutbare Nebenwirkungen aufgetreten sind, bietet die proprietäre BurstDR™ Stimulation von Abbott folgende klinisch nachgewiesenen Vorteile1:

  • Überlegene Schmerzlinderung im Vergleich zur herkömmlichen Neurostimulationstherapie
  • Weniger bis gar kein Kribbeln wie bei der herkömmlichen Neurostimulation
  • Verbesserung der Alltagsbewältigung†

STELLEN SIE DIE THERAPIE ZUERST AUF DIE PROBE

Einer der Vorteile dieses Neurostimulators besteht darin, dass Sie die Therapie mit einem temporären System ausprobieren können, bevor Sie sich endgültig für ein bleibendes Implantat entscheiden. Mehr darüber erfahren, wie Sie ein  System ausprobieren können.

 

Mehr über die  Funktionsweise der DRG-Therapie  und darüber erfahren,  wie Sie ein System erhalten können

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN HERKÖMMLICHER NEUROSTIMULATION UND BURSTDR™ STIMULATION?

Wenn Sie chronische Schmerzen verspüren, liegt das daran, dass Ihre Nerven Schmerzsignale an ihr Gehirn senden. Bei der herkömmlichen Neurostimulation wird ein kleines Gerät verwendet, um Schmerzsignale zu blockieren, bevor sie das Gehirn erreichen. Die Schmerzempfindung wird durch ein anderes Gefühl ersetzt, das bisweilen als sanftes Kribbeln oder Massagegefühl beschrieben wird. BurstDR™ Stimulation ist die proprietäre Form der Neurostimulation von Abbott. 

Ähnlich wie bei der tonischen Stimulation werden auch bei BurstDR™ Stimulation die chronischen Schmerzen reduziert, indem die Schmerzsignale auf ihrem Weg zum Gehirn verändert werden. Die BurstDR™ Stimulation behandelt den Schmerz auf natürlichere Weise, indem sie die körpereigenen Vorgänge im Gehirn imitiert. 3 Die meisten Patienten spüren bei der BurstDR Stimulation überhaupt nichts.1 Abhängig davon, welche Lösung nach Ermessen Ihres Arztes in Ihrem Fall die Beste ist, können Sie mit dem Proclaim™ Elite aufladfreien SCS-System eine der beiden Therapien erhalten.

KANN ICH MICH MIT DIESEM GERÄT EINER MAGNETRESONANZTOMOGRAPHIE (MRT-SCAN) UNTERZIEHEN?

Ja. In bestimmten Fällen können Sie sich mit dem Prodigy MRI™ SCS Neurostimulator einer MRT-Untersuchung unterziehen. Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie sich einem MRT-Scan unterziehen.

Mehr über MRT-Scans und  elektromagnetische Störungen (EMI) erfahren.

KANN ICH METALLDETEKTOREN SICHER PASSIEREN?

Manche Metall- und Diebstahldetektoren können die Stimulation beeinflussen. Bevor Sie diese Art von Vorrichtungen passieren, zeigen Sie dem Sicherheitspersonal Ihren Patientenausweis und erkundigen sich nach der besten Vorgehensweise.

Mehr über MRT-Scans und  sonstige Geräte erfahren.

KANN MIR DER PRODIGY MRI™ SCS NEUROSTIMULATOR HELFEN, WENN ICH IN MEHREREN BEREICHEN AN SCHMERZEN LEIDE?

Ihr Arzt kann mehrere Elektroden (dünne Drähte, die elektrische Impulse weitergeben) in den Bereichen entlang Ihrer Wirbelsäule platzieren, in denen Sie Schmerzen verspüren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die spezifischen Bereiche, in denen Sie Schmerzen verspüren, damit er die potenziell beste Platzierung für die Elektroden ermitteln kann.

WERDE ICH MIT DEM PRODIGY MRI™ SCS NEUROSTIMULATOR MIT WENIGER SCHMERZMITTELN AUSKOMMEN?

Jeder Patient spricht anders auf die Neurostimulation an. Viele Patienten können die Zahl der Schmerztabletten reduzieren.

WIE IST DIE LEBENSDAUER DES PRODIGY MRI™ SCS NEUROSTIMULATORS?

Die Lebensdauer eines Systems hängt von Ihren Programmen und Einstellungen und der Häufigkeit der Verwendung ab. Mehr über die Batterie des Systems und den Erhalt eines Ersatzsystems erfahren.

IST DAS IMPLANTIERTE GERÄT SICHTBAR?

Das hängt von Ihrer Körpergröße und -form ab, und davon, an welcher Stelle das Gerät implantiert ist. Bei den meisten Menschen ist es nicht sichtbar. Manche Menschen können allerdings die Umrisse des Geräts erkennen und es direkt unter ihrer Haut ertasten.

WELCHE RISIKEN BIRGT DIESES VERFAHREN?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die mit der Implantation und/oder dem Gerät verbundenen Risiken. Dazu gehören u. a.:

  • Infektion
  • Schwellung
  • Bluterguss
  • Unerwünschte Veränderungen der Stimulation
  • Verminderte Kraft oder Funktionalität der betroffenen Gliedmaßen oder Muskelgruppen (z. B. Lähmung)

Weitere Risiken.

Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen.

 

 

Zwar lindert die Neurostimulation die Schmerzen der meisten Patienten zumindest bis zu einem gewissen Grad, doch sprechen nicht alle Patienten gleichermaßen darauf an. Wie stark der Schmerz gelindert wird, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Im Zusammenhang mit der chirurgischen Implantation und dem Gebrauch des Neurostimulationssystems kann es zu Komplikationen kommen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über Risiken und Nutzen der Neurostimulation.

VERSCHREIBUNGSPFLICHTIG

Hinweis: Bitte machen Sie sich vor Gebrauch dieser Produkte unbedingt mit den Gebrauchsanweisungen und den darin enthaltenen Indikationen, Kontraindikationen, Warnhinweisen, Vorsichtsmaßnahmen, potenziellen Komplikationen und Hinweisen zum Gebrauch vertraut.

Indikationen: Rückenmarkstimulation zum unterstützenden Management therapierefraktärer chronischer Schmerzen des Rumpfes und/oder der Gliedmaßen, einschließlich unilateraler oder bilateraler Schmerzen im Zusammenhang mit dem Postnukleotomie-Syndrom nach erfolgloser Rückenoperation sowie therapierefraktärer Schmerzen im unteren Rücken oder in den Beinen.

 

Kontraindikationen: Patienten, die das System nicht bedienen können oder bei denen die Teststimulation die Schmerzen nicht effektiv lindert.

Warn- und Vorsichtshinweise: Diathermie-Therapie, implantierbare Herz-Kreislauf-Systeme, Magnetresonanztomographie (MRT), explosive oder entzündliche Gase, Diebstahl- und Metalldetektoren, Elektrodenbewegung, Bedienen von Maschinen und Geräten, Haltungsänderungen, Verwendung in der Pädiatrie, Schwangerschaft, Beschädigung des Gehäuses. Bei Patienten mit hohem chirurgischem Risiko, mehreren Erkrankungen oder aktiven Allgemeininfektionen darf der Impulsgenerator nicht implantiert werden.

Unerwünschte Ereignisse: Schmerzen bei der Stimulation, Verlust der Schmerzlinderung, Risiken beim Eingriff (z. B. Lähmung). Ausführliche Einschränkungen sind dem Ärztehandbuch zu entnehmen.

Klicken Sie HIER für die vollständigen wichtigen Sicherheitsinformationen.

 

 

NUN HABE ICH MEIN LEBEN ZURÜCK: ANN'S GESCHICHTE MIT CHRONISCHEN SCHMERZEN

Anns Geschichte mit chronischen Schmerzen
 

Ann spricht darüber, wie die Rückenmarkstimulation ihr geholfen hat, ihr Leben – und ihr Lachen – wiederzuerlangen, nachdem sie wegen chronischer Schmerzen in den Beinen zwei Jahre lang praktisch ans Haus gefesselt war.

Literaturhinweise:

* Innerhalb der zugelassenen Parameter.

† Auf Grundlage der Punktwerte für eine leichte oder stärkere Verbesserung im PGIC-Fragebogen.

  1. Deer T., Slavin K.V., Amirdelfan K., North R.B., Burton A.W., Yearwood T.L., Tavel E., Staats P., Falowski S., Pope J., Justiz R., Fabi A.Y., Taghva A., Paicius R., Houden T., Wilson D. 2017. Success Using Neuromodulation With BURST (SUNBURST) Study: Results From a Prospective, Randomized Controlled Trial Using a Novel Burst Waveform. Neuromodulation 2017; Online-Vorabveröffentlichung. DOI: 10.1111/ner.12698
  2. Deer, T., Slavin, K., North, R., Staats, P., Burton, A., Davis, K., and Hutson, C. (2017). Randomized, Controlled Trial Assessing Burst Stimulation for Chronic Pain: Two-year Outcomes from the SUNBURST Study. Präsentation auf der Jahrestagung der North American Neuromodulation Society 2018. Las Vegas, NV.
  3. De Ridder, D., Vanneste, S., Plazier, M., & Vancamp, T., (2015). Mimicking the Brain: Evaluation of St. Jude Medical’s Prodigy Chronic Pain System with Burst Technology. Expert Review of Medical Devices, 12(2), 143–150.
WICHTIGE SICHERHEITSINFORMATIONEN

RÜCKENMARKSTIMULATION (SCS)

VERSCHREIBUNGS- UND SICHERHEITSINFORMATIONEN

Lesen Sie diesen Abschnitt, der wichtige Verschreibungs- und Sicherheitsinformationen enthält. 

VORGESEHENER VERWENDUNGSZWECK

Dieses Neurostimulationssystem dient zur Abgabe elektrischer Impulse von geringer Intensität an Nervenstrukturen. Das System ist zum Gebrauch mit Elektroden und zugehörigen Verlängerungen bestimmt, die mit dem System kompatibel sind. 

INDIKATIONEN

Dieses Neurostimulationssystem ist zum unterstützenden Management therapierefraktärer chronischer Schmerzen des Rumpfes und/oder der Gliedmaßen indiziert, einschließlich unilateraler oder bilateraler Schmerzen im Zusammenhang mit dem Postnukleotomie-Syndrom nach erfolgloser Rückenoperation sowie therapierefraktärer Schmerzen im unteren Rücken oder in den Beinen. 

KONTRAINDIKATIONEN  

Dieses System ist bei Patienten kontraindiziert, die nicht in der Lage sind, das System zu bedienen, oder bei denen die Teststimulation die Schmerzen nicht effizient lindert. 

MRT-SICHERHEITSINFORMATIONEN

Einige Modelle dieses Systems sind bedingt MR-sicher. Patienten mit diesen Geräten können sicher mittels Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht werden, sofern die Bedingungen für eine sichere MRT-Untersuchung erfüllt sind. Weitere Informationen zu bedingt MR-sicheren Neurostimulationskomponenten und -systemen, einschließlich Geräteeinstellungen, Scanverfahren und einer vollständigen Liste der bedingt zugelassenen Komponenten, entnehmen Sie bitte dem Ärztehandbuch für MRT-Verfahren für Neurostimulationssysteme (online verfügbar unter manuals.sjm.com). Weitere Informationen zu bedingt MR-sicheren Produkten finden Sie auf der Produktinformationsseite von Abbott unter neuromodulation.abbott

WARNHINWEISE

Für dieses Neurostimulationssystem gelten folgende Warnhinweise.

Hohes Operationsrisiko. Neurostimulation sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die ein hohes Operationsrisiko aufweisen, oder bei Patienten mit mehreren Erkrankungen oder aktiven Allgemeininfektionen.

Magnetresonanztomographie (MRT). Bei Patienten mit Komponenten eines bedingt MR-sicheren Systems ist eine MRT-Untersuchung zulässig, sofern alle Bedingungen für die implantierten Komponenten und die MRT-Untersuchung erfüllt sind. Ärzte können mithilfe der von Abbott Medical vorgegebenen Bedingungen die Eignung eines Patienten für eine MRT-Untersuchung ermitteln. Auch sollten Ärzte mit ihren Patienten über sämtliche Risiken einer MRT-Untersuchung sprechen.

Patienten ohne ein bedingt MR-sicheres Neurostimulationssystem sollten sich keinem MRT-Scan unterziehen, da das dabei erzeugte elektromagnetische Feld die Elektronik des Geräts beschädigen und Spannungen in der Elektrode induzieren kann, die u. U. eine ruck- oder schockartige Empfindung bewirken.

Diathermie-Therapie. An Patienten, bei denen ein Neurostimulationssystem implantiert wurde, darf keine Diathermie-Behandlung mit Kurzwellen, Mikrowellen oder therapeutischem Ultraschall (alle hier als Diathermie bezeichnet) vorgenommen werden. Die Energie der Diathermie kann durch das implantierte System übertragen werden und im Bereich der implantierten Elektrodenkontakte Gewebeschäden verursachen, was schwere oder tödliche Verletzungen zur Folge haben kann.

Darüber hinaus kann die Diathermie die Komponenten des Neurostimulationssystems beschädigen, wodurch die Therapie unwirksam und ein weiterer Eingriff für die Implantation und den Ersatz des Systems erforderlich werden könnte. Verletzungen oder Schäden infolge einer Diathermie-Behandlung können unabhängig davon auftreten, ob das Neurostimulationssystem ein- oder ausgeschaltet ist.

Elektrochirurgie. Um eine Verletzung des Patienten oder eine Beschädigung des Neurostimulationssystems zu vermeiden, dürfen bei Patienten mit einem implantierten Neurostimulationssystem keine monopolaren Elektrochirurgiegeräte eingesetzt werden. Vor der Verwendung eines Elektrochirurgiegeräts ist das System mithilfe der App für das Bediengerät für Patienten oder der App für das Ärzte-Programmiergerät in den OP-Modus zu setzen. Überprüfen Sie nach dem Eingriff, ob das Neurostimulationssystem ordnungsgemäß funktioniert.

Falls während Implantationsverfahren Elektrochirurgiegeräte verwendet werden müssen, sind die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

  • Setzen Sie nur bipolare Elektrochirurgie ein.
  • Schließen Sie alle elektrochirurgischen Eingriffe ab, bevor Sie die Elektroden oder Verlängerungen an den Neurostimulator anschließen.
  • Halten Sie die Strompfade des Elektrochirurgiegeräts möglichst weit vom Neurostimulationssystem entfernt.
  • Stellen Sie das Elektrochirurgiegerät auf die niedrigste Energieeinstellung ein.
  • Überprüfen Sie während des Implantationsverfahrens und vor dem Verschließen der Neurostimulatortasche, ob das Neurostimulationssystem ordnungsgemäß funktioniert.

Implantierbare Herz-Kreislauf-Systeme. Der Arzt muss sich der Risiken und möglichen Wechselwirkungen zwischen einem Neurostimulationssystem und einem implantierten Herz-Kreislauf-System wie einem Herzschrittmacher oder einem Defibrillator bewusst sein. Die elektrischen Impulse eines Neurostimulationssystems können Wechselwirkungen mit dem Messbetrieb eines implantierten Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen, die dazu führen können, dass das Herz-Kreislauf-System nicht korrekt reagiert. Um die Messung der Ausgangssignale des Neurostimulationssystems durch das implantierte Herz-Kreislauf-System zu minimieren bzw. zu verhindern, (1) positionieren Sie die implantierten Geräte möglichst weit voneinander entfernt; (2) vergewissern Sie sich, dass das Neurostimulationssystem die Funktionen des implantierten Herz-Kreislauf-Systems nicht beeinträchtigt, und (3) vermeiden Sie die Programmierung beider Systeme im unipolaren Modus (Verwendung des Gerätegehäuses als Anode) oder die Verwendung von Einstellungen des Neurostimulationssystems, welche die Funktion des implantierbaren Herz-Kreislauf-Systems beeinträchtigen.

Verwendung in der Pädiatrie. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Neurostimulation bei Kindern wurde nicht nachgewiesen.

Schwangerschaft und Stillzeit. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Neurostimulation während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde nicht nachgewiesen.

Gerätekomponenten. Die Verwendung dieses Systems mit Komponenten, die nicht von Abbott Medical dazu zugelassen wurden, kann zur Beschädigung des Systems und zu einem erhöhten Risiko für den Patienten führen.

Beschädigung des Gehäuses. Verwenden Sie den IPG nicht, wenn das IPG-Gehäuse Löcher oder Risse aufweist, da in diesem Fall schwere Verätzungen durch Kontakt mit den Chemikalien der Batterie auftreten können.

Entsorgung des IPG. Senden Sie alle explantierten IPGs zur sicheren Entsorgung an Abbott Medical zurück. IPGs enthalten Batterien sowie weitere potenziell gefährliche Materialien. Der IPG darf keinen Stößen ausgesetzt und nicht perforiert oder verbrannt werden, da andernfalls Brand- und Explosionsgefahr besteht.

VORSICHTSHINWEISE

Für dieses Neurostimulationssystem gelten folgende Vorsichtshinweise.

Allgemeine Vorsichtshinweise

Ärzteschulung. Der implantierende Arzt muss über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung von chronischen Schmerzsymptomen verfügen und in chirurgische Techniken und die Implantation des Geräts eingewiesen sein.

Patientenauswahl. Es ist von größter Wichtigkeit, die Patienten für die Neurostimulation sorgsam auszuwählen. Es muss eine gründliche psychiatrische Untersuchung durchgeführt werden. Die Patienten dürfen nicht medikamentenabhängig sein und müssen in der Lage sein, das Neurostimulationssystem zu bedienen.

Infektion. Führen Sie adäquate Verfahren zur Infektionskontrolle durch. Infektionen, die im Zusammenhang mit der Implantation des Systems auftreten, machen möglicherweise die Explantation des Geräts erforderlich.

Elektromagnetische Störungen (EMI). Einige Geräte in häuslichen, medizinischen und öffentlichen Umgebungen sowie in Arbeitsumgebungen können elektromagnetische Störungen erzeugen, die stark genug sind, um den Betrieb eines Neurostimulationssystems zu stören oder die Systemkomponenten zu beschädigen. Patienten sollten vermeiden, diesen Störquellen zu nahe zu kommen. Dazu gehören zum Beispiel: handelsübliche elektrische Geräte (z. B. Lichtbogenschweißgeräte und Induktionsöfen), Kommunikationsgeräte (z. B. Mikrowellensender und Hochleistungssender aus dem Amateurbereich), Hochspannungsleitungen, Geräte zur Funkfrequenzidentifikation (RFID-Geräte) und manche medizinische Verfahren (z. B. therapeutische Bestrahlung und elektromagnetische Lithotripsie).

Sicherheit, Diebstahlsicherungsvorrichtungen und Geräte zur Funkfrequenzidentifikation (RFID-Geräte). Manche Diebstahlsicherungsvorrichtungen, wie solche, die an den Ein- oder Ausgängen von Kaufhäusern, Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz kommen, sowie die Durchleuchtungsgeräte der Flughafensicherung können die Stimulation beeinträchtigen. Zusätzlich können RFID-Geräte, die häufig zum Lesen von Ausweisen verwendet werden, sowie manche Etiketten-Deaktivatoren, wie solche, die in Läden an der Kasse und an der Ausleihe von Bibliotheken verwendet werden, ebenfalls die Stimulation beeinträchtigen. Patienten, bei denen nicht unmittelbar angrenzend mehrere Elektroden implantiert sind oder die gegenüber niedrigen Stimulationsgrenzwerten empfindlich sind, können eine momentane Erhöhung der Stimulation wahrnehmen, die einige Patienten als unangenehm oder ruckartig beschreiben. Solchen Geräten sollten sich die Patienten nur mit Vorsicht nähern und sie sollten um Hilfe zum Umgehen solcher Geräte bitten. Falls Patienten durch eine Tür oder ein Tor mit dieser Art von Gerät gehen müssen, sollten sie den IPG ausschalten, Vorsicht walten lassen und darauf achten, schnell durch das Gerät zu gehen.

Einschränkungen der Funkverwendung. In manchen Umgebungen kann die Verwendung von Funkfunktionen (z. B. der Drahtlostechnologie Bluetooth®) eingeschränkt sein. Solche Einschränkungen gelten möglicherweise an Bord von Flugzeugen, in Krankenhäusern, in der Nähe von Sprengstoffen oder in explosionsgefährdeten Bereichen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Richtlinien für die Verwendung dieses Geräts gelten, fragen Sie nach einer Nutzungsberechtigung, bevor Sie es einschalten. (Bluetooth® ist eine eingetragene Marke der Bluetooth SIG, Inc.)

Mobiltelefone. Störungen durch Mobiltelefone sind zwar nicht zu erwarten, doch da sich die Technologie ständig ändert, sind Wechselwirkungen zwischen dem Neurostimulationssystem und einem Mobiltelefon prinzipiell möglich. Raten Sie Patienten, sich an ihren Arzt zu wenden, wenn sie sich über Wechselwirkungen zwischen ihrem Mobiltelefon und ihrem Neurostimulationssystem Sorgen machen.

Sterilisation und Lagerung

Steriles Gerät für den einmaligen Gebrauch. Die implantierten Komponenten dieses Neurostimulationssystems sind nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Die sterilen Komponenten in diesem Kit wurden vor dem Versand mit Ethylenoxidgas (EtO) sterilisiert und werden in einer sterilen Verpackung geliefert, sodass sie direkt in das sterile Feld eingebracht werden können. Ein explantiertes System darf niemals resterilisiert oder erneut implantiert werden.

Lagerbedingungen. Bewahren Sie die Komponenten und ihre Verpackungen so auf, dass sie nicht in Kontakt mit Flüssigkeiten jeglicher Art geraten können.

Handhabung und Implantation

Verfallsdatum. Das Verfallsdatum (bzw. das „Ablaufdatum für die Verwendbarkeit“) ist auf der Verpackung aufgedruckt. Verwenden Sie kein System, dessen Verfallsdatum überschritten ist.

Pflege und Handhabung der Komponenten. Behandeln Sie die Systemkomponenten vor der Implantation mit größter Vorsicht. Übermäßige Wärme, große Zug- und Biegekräfte, starkes Verdrehen oder die Verwendung scharfer Instrumente können die Komponenten beschädigen und Fehlfunktionen verursachen.

Beschädigungen der Verpackung oder der Komponenten. Implantieren Sie ein Gerät nicht, wenn die sterile Verpackung oder die Komponenten Anzeichen einer Beschädigung aufweisen, die sterile Dichtung aufgerissen ist oder aus irgendeinem Grund eine Kontamination vermutet wird. Senden Sie jegliche auffälligen Komponenten zur Überprüfung an Abbott Medical zurück.

Testen des Systems. Während der Implantation, vor dem Verschließen der Neurostimulatortasche und bevor der Patient den Operationsbereich verlässt, muss stets der Betrieb des Systems getestet werden, um dessen ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen.

Veränderung des Geräts. Das Gerät kann vom Kunden nicht gewartet werden. Um eine Beschädigung des Systems und Verletzungen zu vermeiden, darf das Gerät auf keinerlei Weise verändert werden. Senden Sie das Gerät bei Bedarf zur Durchführung von Servicearbeiten an Abbott Medical zurück.

Klinische und medizinische Umgebungen

Ultraschall und Lithotripsie mit hoher Ausgangsleistung. Die Verwendung von Geräten mit hoher Ausgangsleistung, z. B. eines elektrohydraulischen Lithotriptors, kann die Elektronik eines implantierten IPG beschädigen. Wenn eine Lithotripsie notwendig ist, fokussieren Sie die Energie nicht in der Nähe des IPG.

Ultraschall-Untersuchungsgeräte. Ultraschall-Untersuchungsgeräte können mechanische Schäden an einem implantierten Neurostimulationssystem verursachen, wenn sie direkt über dem implantierten System angewendet werden.

Externe Defibrillatoren. Die Sicherheit der Verwendung eines externen Defibrillators bei Patienten mit implantierten Neurostimulationssystemen wurde nicht nachgewiesen.

Therapeutische Strahlung. Therapeutische Strahlung kann die Elektronik eines implantierten Neurostimulationssystems beschädigen. Es wurden jedoch keine Tests durchgeführt und eindeutige Informationen zu Strahleneffekten stehen nicht zur Verfügung. Strahlenquellen für die Strahlenbehandlung sind therapeutische Röntgenstrahlen, Kobaltgeräte sowie Linearbeschleuniger. Wenn eine Strahlenbehandlung erforderlich ist, muss der Bereich über dem implantierten IPG mit Blei abgeschirmt werden. Eine Beschädigung des Systems lässt sich u. U. nicht sofort feststellen.

NEBENWIRKUNGEN

Zusätzlich zu den Risiken, die ein chirurgischer Eingriff mit sich bringt, sind mit der Implantation bzw. Verwendung dieses IPG die folgenden Risiken verbunden:

  • Unangenehme Empfindungen oder motorische Störungen (einschließlich unfreiwilliger Bewegungen) aufgrund hoher Stimulationsleistungen (IPG in diesen Fällen sofort ausschalten).
  • Stimulation an ungewünschten Stellen (z. B. radikuläre Stimulation der Brustwand)
  • Lähmung, Schwäche, Schwerfälligkeit, Taubheit oder Schmerzen unterhalb des Implantats
  • Anhaltende Schmerzen im Bereich des IPG
  • Serom (Masse oder Schwellung) an der IPG-Stelle
  • Allergische Reaktion oder Abstoßungsreaktion auf die Implantatmaterialien
  • Implantatwanderung oder Hauterosion im Bereich des Implantats
  • Batterieversagen 
SJM-NWEB-0919-0212

SJM-NWEB-0718-0099a(1)a

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